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Posts Tagged ‘FÖJ’

Du interessierst dich für die Umwelt, arbeitest gerne draußen, bist zwischen 16 und 27 Jahre alt und möchtest dich freiwillig engagieren?

Dann wäre vielleicht ein freiwilliges ökologisches Jahr was für dich. Das FÖJ beginnt am 1. August 2015 und geht bis zum 31. Juli des nächsten Jahres.

Das online-Bewerbungsverfahren läuft ab Mitte Februar über die Seite des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR), auf dessen Seite Du alle Einsatzstellen findest. Natürlich auch die Natur-Schule Grund in Remscheid.

Weitere Infos findest du hier:

http://www.njuuz.de/beitrag29091.html

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… Das schreit um diese Jahreszeit wohl nach… -> Hecke schneiden!

Wie schön, wenn sich genau dann ein hilflos ausgelieferter Praktikant in die Natur-Schule wagt! Sören ist für drei Wochen bei uns und durfte sich mit uns direkt mit Heckenschere und Handschuhen bewaffnet auf die Weißdornhecke stürzen. Diese muss nämlich noch vor März gekürzt werden, denn dann fängt die Brutzeit an. Und  dann ist es bis September vorbei mit dem Heckenschneiden, damit keine Nester zerstört werden. Typische Heckenbrüter sind übrigens Amseln, Grünfink und Mönchsgrasmücke.

Doch bei Frost sollte man die Hecke auch nicht schneiden, da das die Pflanze schädigt. Schneidet man die Äste oberhalb der neuen Knospen ab, so hat man im Frühling schnell wieder eine grüne Hecke. Der Vorteil durch regelmäßiges Heckeschneiden liegt dadrin, dass die Hecker dichter wird, da mehrere Äste nachtreiben. Das übergebliebene Astmaterial der Brombeerranken, die zwischen der Hecke wachsen und eizelner Holundersträucher, konnten wir gleich für eine weitere Aktion zu schneiden. Am 14.02 werden sie nämlich für den Bau von Insektenhäusern wiederverwendet werden können.

von links nach rechts: Felix, Sören, Sophie

von links nach rechts: Felix, Sören, Sophie

Das große Heckenschneiden

Das große Heckenschneiden

 

 

 

 

 

 

 

Infos zu Weißdornhecken:

Weißdornhecken bieten einen gut geschützen Brutplatz für viele einheimische Vögel. Durch die Dornen sind sie optimal vor Fressfeinden geschützt. Gleichzeitig bietet der Weißdorn Nahrung und das nicht nur für die Vögel. Aus den Früchten lassen sich Gelee und Kompott zu breiten. Weißdorn kann 2-5m hoch werden und wächst jährlich etwa 20-40cm. Sein intensiver Geruch lockt vor allem Insekten an. Weißdorngehölze werden leicht von Bakterien angegriffen, die die Pflanze zerstören und schwarz verfärben. Es sieht aus wie verbrannt; daher der Name >Feuerbrand<. Feuerbrände müssen gemeldet werden.

Angeblich sollen Weißdorngehölze sehr pflegeleicht sein. Wir können sagen, dass Weißdorn wirklich sehr lange und sehr spitze Dornen hat und sich nicht besonders gut schneiden lässt.

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Seit ich hier in der Natur-Schule arbeite, verstehe ich auf jeden Fall das Sprichwort: >Die verhalten sich ja wie aufgescheuchte Hühner.<  Mir ist klar geworden, warum man Hühner als Vergleich für panisches, hektisches, lautes und unkontrolliertes Verhalten nimmt, denn zu mindestens bei unseren Hühnern der Rasse >Lakenfelder< gibt es immer wieder mal kleine Massenpaniken, aber auch unsere >Zwerg-Cochins< wirken immer ziemlich aufgeregt und picken alles an.

Eine Szene aus dem Stall der jungen Lakenfelder:

Man kommt langsam in den Hühnerstall und man hat das Gefühl, man hätte einen hungrigen Hund auf die Hühner losgelassen. Ein Huhn schreckt hoch, das nächststehende denkt >ohje, Panik Panik< flattert hecktisch durch den Hühnerstall, streift zwei weitere, die springen auf, eins Panikflug nach rechts, schreckt weitere auf, ein anderes Panikflug nach links voll vor den Zaun, wird noch hektischer und so hat der ganze Hühnerstall mitbekommen, das irgendwas los sein muss. Währenddessen sind die restlichen Hühner eher weniger elegant von den aufgebauten Stangen heruntergeflogen und haben dadurch wiederum die anderen Hühner hin und her gescheucht. Das alles wird untermalt von hektischem, lautem, aufgeschrecktem Schnattern, Krähen und  Kreischen. Der Hahn auf dem Balken neben einem schreit einem wichtigtuerisch ins Ohr. Herrlich! Das schaukelt sich hoch. Immer wieder wird eins von Aufregung gepackt und steckt alle anderen an. Aus den Nebenställen wird fleißig mitgeschnattert und auch die Hühner des Nachbarn geben ihr Gekrähe dazu.

Aber eigentlich haben sie ja recht, da sie einem gefährlichen Tier gegenüberstehen…

Kehrt nach kurzer Aufruhr wieder Ruhe ein, merkt man aber auch wie intelligent Hühner sind. Mit Hilfe von vielen verschiedenen Lauten können sie untereinander kommunizieren. Die Hühner stoßen ganz unterschiedliche Laute aus, wenn sie ein Ei gelegt haben und zeigen wollen, wie stolz sie sind, oder Paniktriller bei Gefahr, die sie über Vibrationsorgane an den Beinen wahrnehmen können, oder leises Schnattern, wenn sie zufrieden sind, bis hin zu Machtgekrähe der Hähne und vieles mehr. Zudem erkennen sich die Henne und ihre Küken am Gackern wieder und können über einige Entfernung hinweg kommunizieren sich wieder finden, wenn sie sich verloren haben.

Durch eine Rangordnung ist festgelegt, wer den besten Schlafplatz bekommt und als erstes fressen darf. Die „Hackordnung“ heißt allerdings so, weil sie durch z.T. unschöne Aggressionen „ausgehandelt“ wird. Außerdem können sich einzelne Hühnerindividuen wiedererkennen in einer großen Gruppe. Ihre Fähigkeiten sind ungefähr auf dem Niveau von Hunden und Katzen, d.h. es entspricht der kognitiven Leistungsfähigkeit eines Kleinkindes.

Widerlegen kann ich allerdings das Sprichwort >Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn<, denn unsere Hühner wissen genau, was sie lieber essen wollen und was sie liegen lassen, in der Hoffnung es komme bald frisches Futter, aus dem man sich das Beste heraus suchen kann. Total der Renner sind Sonnenblumenkerne.
Außerdem haben Hühner wie vermutlich alle Vögel einen schlecht ausgeprägten Geruchs- und Geschmackssinn, sodass sie ihr Futter mit den Augen wählen, auch wenn es so aussieht als würden sie einfach wild auf dem Boden herumpicken und nur zufällig Körner finden.

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Felix

 

Felix

Felix

Die Natur-Schule hat eine neue helfende Hand – Felix Kern. Er hat kürzlich die freigewordene FÖJ-Stelle besetzt, denn, wie Ihr vielleicht über die Presse mitbekommen habt, hat Lisa ihr freiwilliges ökologisches Jahr abgebrochen. Leider war der Ansturm auf die freie Stelle nicht besonders groß, möglicherweise auch, da es schon sehr spät im Jahr ist, doch zum Glück hat sich ein engagierter Freiwilliger aus Remscheid gefunden.

> Hallo, ich bin Felix, 19 Jahre alt und seit Mitte November der neue FÖJler hier in der Natur-Schule. Nach der Schule wollte ich zuerst ein FSJ machen, wurde dann aber auf die freigewordene Stelle aufmerksam und so bin ich zum FÖJ gekommen. Ich hoffe, dass ich hier Erfahrungen als Gärtner sammeln kann, um nach dem FÖJ eine Ausbildungsstelle als Gärtner zu bekommen. Direkt zu Beginn meines FÖJ´s war ich auf meinem ersten Seminar zum Thema „Energie und Klima“. Das hat mir sehr gut gefallen und war interessant. <

Gut, dass wir jetzt wieder zu zweit sind, denn kurz vor Weihnachten gibt es nochmal einiges zu tun. Unter anderem mussten viele Kalender geklebt werden, als Weihnachtsgeschenk für treue Unterstützer der Natur-Schule.

Kalender kleben

Kalender kleben

Außerdem mussten die Hühner auf den Winter vorbereitet werden. Damit ihr Wasser an kalten Tagen nicht einfriert, haben wir Wärmeplatten verlegt. Damit auch die Junghühner einen trockenen Unterschlupf haben, wenn es von der Seite in den Hühnerstall regnet, haben wir ihnen eine Hütte in die Voliere gebaut, denn sie können nicht in das Hühnerhaus wie die anderen.

Und wir haben angefangen die Hecke zu schneiden. Da kommt noch was auf uns zu.

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So langsam wird es immer kälter. Die Bäume verlieren ihre Blätter und für den Igel wird bald die Nahrung knapp werden, denn Igel sind Insektenfresser. Um den Winter überstehen zu können, verfällt der Igel, wenn es noch kälter wird, in einen Winterschlaf und schaltet seine Körperfunktionen auf ein Minimum runter, um möglichst wenig Energie zu benötigen. Sein Herz schlägt nur noch etwa 5x in der Minute und seine Körpertemperatur von normal 35°C sinkt in etwa auf die Umgebungstemperatur herab. Dabei aber niemals unter 4°C.

Jetzt im Herbst müssen sich die Igel auf ihren Winterschlaf vorbereiten und gehen auf Nahrungssuche, um ihre Fettspeicher aufzufüllen. Jeden Tag muss der Igel ein paar Gramm zunehmen. Ein gesunder Igel, der über 500 g wiegt, ist gut für den Winter gerüstet. Doch es schaffen nicht immer alle Igel, sich genug Fett für den Winter anzufressen. Sie können den Winter dann möglicherweise nicht überleben.

Igel haben zwei Sorten Fett: Das weiße Fett dient der Energieversorgung während des Winterschlafes. Das braune Fett aber braucht der Igel um wieder aufzuwachen. Wird er im Winter mehrmals gestört und wacht auf, dann verbraucht er jedes Mal etwas von diesem braunen Fett. Und dann kann es sein, dass er irgendwann nicht mehr aufwachen kann, wenn der Winter länger andauert.

Wenn man einen Igel sieht, der noch sehr dünn ist, dann soll man ihn möglichst nicht reinholen, sondern lieber etwas Katzenfutter rausstellen, damit er genug zu essen findet. Das gilt natürlich nur, solange es noch nicht eisig kalt ist. Ansonsten ist es ratsamer den Igel zu einer Igelauffangstation zu bringen, da er dort optimal versorgt werden kann. Außerdem tragen Igel oft viele Parasiten mit sich, die dort fachgerecht behandelt werden können.

Aber ein Igel braucht neben seinen Fettspeichern noch etwas anderes, um den Winter zu überdauern: Einen Unterschlupf. Das können Laubhaufen, Höhlen unter Totholz, Komposthaufen, wenn sie von unten hinein kommen, Reisighaufen oder Vertiefungen unter der Hecke sein. Mit gesammelten Pflanzenmaterialien bauen sie sich eine warme, dichte Höhle. Viele Igel finden aber oft keinen Unterschlupf, da viele Gärten zu sehr „aufgeräumt“ sind von Laub und Ästen , von Steinmauern oder dichten Zäunen umgeben sind und die Igel so nicht rein oder raus können. Oder es fehlt an Nahrung im aufgeräumten Garten.

Eigentlich können Igel bis zu 7 Jahre alt werden, doch durchschnittlich werden werden sie nur 2-4 Jahre alt, da sie überfahren werden oder keinen Unterschlupf finden.
Damit die Igel genug Unterschlupfmöglichkeiten finden, bietet die Natur-Schule auch dieses Jahre wieder Herbstferienkurse zum Thema „Igelunterschlupf“ an. Dort lernen die Kinder, wie sie auch selber zu Hause den Igeln etwas Gutes tun können.

Zunächst gab es einen Einblick in die Biologie des Igels, unterstützt von einem Film und ein paar präparierten Igeln. Zusammen wurde dann ein Igelunterschlupf im Außengelände der Natur-Schule gebaut. Dazu haben die Kinder zwei Schubkarrren voll mit Laub gesammelt und daraus einen Haufen in einer Heckenvertiefung aufgehäuft. Danach wurden Adlerfarnblätter darauf gelegt und zum Schluss leichte Äste, damit das Laub nicht wegfliegt.

Ganz einfach und leicht nachzubauen. Bestimmt findet jeder noch etwas Platz im Garten, um einen Igelunterschlupf zu bauen.

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In der letzten Woche habe ich auf einem Seminar, das Teil des FÖJ ist, einige andere FÖJler aus NRW kennen gelernt, etwas über die anderen Einsatzstellen erfahren, über virtuelles Wasser gesprochen und vieles mehr. Es hat riesig viel Spaß gemacht und war sehr interessant!

Die Seminargruppe

Die Seminargruppe

Dieses Seminar war eines von fünf auf das Jahr verteilten Seminaren, zu denen man fährt, denn es geht ja nicht nur um die Arbeit, die man an seiner Einsatzstelle leistet. Zum FÖJ gehören auch die fünf Seminare, die immer von einem Teil der FÖJler selber vorbereitet werden. Zudem muss am Ende ein Abschlussbericht verfasst werden und man muss sich ein Projekt überlegen und an diesem weitgehend selbstständig arbeiten. Darüber hinaus hat der FÖJler das Recht auf zwei Praktikumswochen und er kann sich evtl. eine andere Einsatzstelle an zuschauen -> das sogenannte „Ökiglück“.

Das erste Seminar fand in Urft in der Eifel statt. Wir waren in einem Selbstverpflegehaus und haben unser Essen selber gekocht aus Lebensmitteln, die entweder vom Biobauern kamen oder Fairtradeprodukte waren. Jeden Morgen gab es von 7:45-8:30 Frühstück. Die Küchengruppe für den jeweiligen Tag musste dann immer etwas früher aufstehen und alles vorbereiten. Doch es gab fünf Küchengruppen und so war jeder einmal für das Frühstück, das Mittagessen und das Abendessen zu ständig. Dieses Gruppensystem hatten wir die ganze Woche über, bei allem, wofür die Gesamtgruppe von 27 Leuten zu groß gewesen wäre, d.h. wir wurden ständig neu eingeteilt, was ich ziemlich gut fand, denn so hat man die anderen schnell kennengelernt und kam mit allen in Kontakt.

Nach dem Frühstück hatten wir gut drei Stunden Programm und nachmittags noch einmal. Nach dem Abendessen gab es immer noch einen gemeinsamen Tagesabschluss und dann konnte man den Abend noch frei gestalten oder Spiele mit den Seminarleiter spielen, was unglaublich lustig war.

Zum Seminarprogramm: Der Landschaftsverband Rheinland ist auch „Kontrollstelle“ und Ansprechpartner für die FÖJler, wenn es Fragen oder Probleme in der Einsatzstelle gibt. Und so haben wir über unsere Rechten und Pflichten im FÖJ gesprochen, unsere Rolle als FÖJler und wie es uns in der Einsatzstelle geht. Jeder stellte seine Einsatzstelle vor und wir erfuhren, wie die Arbeit der Anderen aussieht und wie unterschiedlich das FÖJ sein kann.

In Bezug auf unser Seminarthema „Wasser“ hatten wir mehrere Diskussionsrunden und haben auch über virtuelles Wasser gesprochen. Virtuelles Wasser ist das Wasser, das bei der Produktion verbraucht wird und sozusagen in einem Produkt steckt. Der durchschnittliche Verbrauch von Wasser (die durchschnittliche Menge an virtuellem Wasser) z.B. für ein Kilo Mais ist natürlich in Frankreich wesentlich geringer als  etwa in Ägypten, wo aufgrund der Verdunstung viel mehr Wasser hinzugegeben werden muss. Allerdings geht es bei virtuellem Wasser nicht nur um den Verbrauch der Pflanze oder der Tiere, sondern dazugerechnet wird auch das Wasser, welches benötigt wird, um das Futter herzustellen.

Hier ein paar Beispiele:

1 DIN-A4-Blatt: 10 Liter (ein einziges!)

1 (!) Hamburger: 2400 Liter

1 Kilo Rindfleisch: 15500 Liter

1 Tasse Tee: 30 Liter

1 Tasse Kaffee: 140Liter

1 Scheibe Weizenbrot: 40 Liter

Viel, nicht wahr? Doch diese Mengen kommen nicht nur bei Lebensmitteln zu Stande, sondern auch bei allen anderen Produkten.

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Das Naturzentrum in Nettersheim

Ein weiterer Punkt zum Thema „Wasser“ war eine Gewässeruntersuchung am Naturzentrum Nettersheim.

Dort haben wir die Gewässergüteklasse der Urft bestimmt. Wir sammelten kleine Lebewesen,  die Indikatoren für eine Gewässergüteklasse sind, da sie sich häufig in solchen Gewässern vorkommen, weil sie zum Beispiel gerne in sauerstoffreichem Wasser leben oder aber andere, die auch in schlechteren Güteklassen zu finden sind. Die gesammelten Tiere haben wir bestimmt und ausgezählt.

Mit Kescher und Pinsel ging es ans Sammeln - Brrr.... ist das kalt!!

Mit Kescher und Pinsel ging es ans Sammeln – Brrr…. ist das kalt!!

Den Bach bewohnen wesentlich mehr Tiere als man auf den ersten Blick sieht

Den Bach bewohnen wesentlich mehr Tiere als man auf den ersten Blick sieht

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Wir haben aber auch einen kleinen Fisch gefangen

 

Außerdem hatten wir ein Bewerbungs- und Beruftraining. Am Donnerstag kamen zwei FÖJlerinnen aus dem vorherigen Jahr, die uns etwas über die Sprecherwahl erzählt haben. Jede Seminargruppe wählt einen Sprecher und einen Vertreter, die sich mit den Sprechern aus NRW treffen und wiederum landesweite Sprecher wählen. Das Ganze ist richtig demokratisch organisiert und aufgebaut. Zusammen vertreten sie die FÖJler und planen Aktionen.

Ebenfalls am Donnerstag wurden Workshops von den Seminarleitern angeboten, die nichts mit dem Thema Umwelt oder Wasser zu tun hatten. Wir konnten wählen zwischen einem Kochprojekt, einer Kreativgruppe und einem Theaterworkshop. Ich habe mich für den Theaterworkshop entschieden und wir hatten echt viel Spaß. Wir arbeiten gerade an einem kurzen Theaterstück, das beim letzten Seminar aufgeführt werden soll, denn das Ziel ist es, dass am Ende jede Gruppe etwas vorstellt.

Zu den nächsten Seminaren: Die nächsten Seminare werden von uns FÖJlern selber vorbereitet. Dafür konnten wir uns eines der Themen >Energie und Klima<,  >Wildnis wagen -Nationalpark<, >Globalisierung und Konsum< und >Landwirtschaft< aussuchen und werden uns in den Gruppen vor dem Seminar in Köln treffen und die Inhalte vorbereiten.

Noch zum Schluss: Das Schullandheim in dem wir waren, lag in der Eifel… in Urft… drum herum war nicht viel und auch mit dem Handyempfang war nicht viel los, was wirklich sehr lustig anzusehen war, denn das war für manche echt nicht einfach. Zum Glück hatte man an dem Ortseingangsschild Empfang und konnte sich bei der Schullandheimleitung auch einen Internetzugang erkaufen…IMG_8931

 

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Über Judas-Ohren, wie schwer es ist ein Geweih zu tragen, den Wald im Bergischen Land, das Loch im Kirschkern, den Pickel auf dem Blatt, pinke Pilze, was Rehe und Wildschweine gemeinsam haben, wie man aus Pilzen ein Feuer macht und vieles mehr…

Gespannt? Dann lies doch einfach weiter!

Vor zwei Wochen haben wir schon einmal über eine 7. Klasse berichtet, die in die Natur-Schule gekommen war, um etwas über das Ökosystem Wald zu lernen. Damals lag der Schwerpunkt auf den Schichten im Wald und dem Erfahren mit allen Sinnen.
Und auch diese Woche, als uns gleich drei 3. Klassen aus Wuppertal hintereinander besuchten, gab es viel zum Sehen, Fühlen, Riechen und Staunen, selbst für die Lehrer und Eltern, die auch eine Menge dazu lernen konnten! Aber natürlich waren der Inhalt und die Aufgaben andere, denn mit einer 7. Klasse kann man das Thema „Wald“ anders angehen als mit einer 3. Klasse, obwohl es doch nicht weniger anspruchsvoll war.

Abenteuer Wald 02

Abenteuer Wald

So erfuhren die 3. Klassen etwas über den Wald im Bergischen Land, der vor ungefähr 1200 Jahren noch die gesamte Fläche des Bergischen einnahm, da die Menschen sich nicht in den Wald trauten aus Angst vor gefährlichen Tieren, wie z.B. Bären, die aber im Laufe der Jahrhunderte ausgerottet wurden. Jedoch wurde der Wald durch die zunehmende Bevölkerung und Landbewirtschaftung immer weiter zurück gedrängt.

Dachsfell

Dachsfell

Dann sollten die Kinder die Präparate bestimmen, die im Klassenraum stehen, und Herr Liesendahl und Frau Barzen legten sogar Felle und Schädel auf den Tisch von Wildschwein und Dachs, die mit großer Begeisterung begutachtet und angefasst wurden. An dem Wildschweinfell kann man gut die Hufe sehen und Herr Liesendahl erklärte, dass die Wildschweine zu den Paarhufern gehören, genau wie Rehe und Rothirsche. Sie sind somit „entfernt“ verwandt, auch wenn das auf den ersten Blick überhaupt nicht so aussieht.

Dachsschädel

Dachsschädel

Passt dieser Schädel zum Fuchs?

Passt dieser Schädel zum Fuchs?

Noch etwas haben sie gemeinsam, sie stehen nämlich alle auf dem Speiseplan des Wolfes. Und, wie Herr Liesendahl das so schön ausdrückte, um herauszufinden, was der Wolf am liebsten isst, geht man vor wie beim Friseur >waschen, föhnen, legen< und übrig bleiben die Haare, die man dann nur noch Reh, Wildschwein oder Rothirsch zuordnen muss.

Wildschwein-Hufe

Wildschwein-Hufe

Dann gab es auch noch einen ernst gemeinten Tipp für die Kinder: Die großen Tiere des Waldes kriegen wir meistens gar nicht zu Gesicht, da wir viel zu laut sind und sie verscheuchen. Doch sollte man doch mal einem Wildschwein begegnen, dann ist es nicht schlau wegzurennen, denn ein Schwein ist schneller als ein Hund und wie alle wissen, das Wettrennen gegen einen Hund, haben wir noch nie gewonnen. Am besten versteckt man sich ganz langsam hinter einem Baum, dann passiert auch nichts.

Ganz schön schwer!

Ganz schön schwer!

Herr Liesendahl zeigte auch eine Abwurfstange eines Rothirsches. Mit den Geweihen kämpfen die Männchen gegeneinander und drücken sich dabei gegenseitig weg. Der Gewinner bekommt die ganze Herde. Je älter ein Hirsch wird, desto mehr Enden (Verzweigungen) weist sein Geweih auf.
Die Kinder durften alle einmal versuchen die Abwurfstange mit ausgestrecktem Arm vor sich zu halten und konnten so feststellen, wie schwer das ist. Man darf nicht vergessen, dass der Hirsch zwei Stück davon monatelang auf dem Kopf herumträgt.

Schon wieder was Neues

Schon wieder was Neues

Nach so vielen Informationen ging es für die Klassen in den Wald und auf dem Spaziergang kam man gar nicht richtig vorwärts, denn wie eine Lehrerin feststellte >Er kann zu jedem Blatt etwas erzählen<. Gemeint war Herr Liesendahl, der überall etwas entdeckte, was man normalerweise übersieht, wenn man nicht darauf achtet oder aber gar nicht weiß, was man da eigentlich vor sich hat. Aber auch die ganz andere Wanderung mit Frau Barzen hatte es in sich!

Ich liste einfach mal eine Reihe der Dinge auf, die wir auf unseren Wegen durch den Wald gesehen haben:

Sammeln im Wald

Sammeln im Wald

-> Löcher in Früchten: Die kommen durch Käfermaden, die sich aus den Früchten herausbohren. Als die Kirsche oder die Eichel noch in der Entstehung waren, hat ein Käfer, in dem Fall  Kirschkernstecher oder Eichelbohrer, ein Ei hinein gelegt und so konnte der Käfer geschützt im Inneren schlüpfen und sich von dem Kern ernähren. Allerdings nur solange wie auch der Baum den Kern versorgt. Tut er das nicht mehr, dann ist das für die Made das Zeichen sich aus der Frucht zu bohren, damit sie nicht mit der reifen Frucht von anderen Tieren gefressen wird.

Vorsicht: Giftig! Rosa Rettich-Helmling

Vorsicht: Giftig!
Rosa Rettich-Helmling

-> Rosa Rettich-Helmling: Wir haben auch einen rosafarbenen Pilz entdeckt, der nach Rettich riecht. Allerdings ist er giftig wie viele Pilze. Von den ca. 6000 Großpilz-Arten  sind gerade einmal 100 essbar. Die Pilze bilden jetzt gerade zu dieser Jahreszeit Fruchtkörper mit ein paar Millionen Sporen, um sich zu verbreiten.

-> „Pickel auf Blättern“: Dabei handelt es sich um Gallwespenlarven bzw. die von ihnen erzeugten Pflanzengallen. Die Gallwespe bohrt ihre Eier in Blätter und bringt diese mit Hilfe einer chemischen Substanz dazu, diese „Pickel“ zu bilden, die die Larve schützen und gleichzeitig ernähren.

Judasohren

Judasohren

-> Judas-Ohren: Noch nichts von gehört? Aber vielleicht schon mal gegessen? Judas-Ohren sind Pilze, die sich auf dem Schwarzen Holunder ausbreiten und einer der wenigen Pilze, die man roh essen kann. Man findet sie oft in chinesischen Gemüsepfannen.

-> Zunderschwamm: Der Zunderschwamm ist ein Baumpilz. Kocht man ihn aus, dann kann man damit ein Feuer machen. Dazu legt man ein Stück des gekochten und getrockneten Pilzes auf einen Stein und haut mit einem Schlageisen dagegen. So ergeben sich Funken und der Pilz beginnt zu glimmen. Hat man dann noch trockenes Stroh, kann man richtiges Feuer entfachen.

-> große Kuhlen im Wald: Dort sind keine Bomben eingeschlagen oder ein Baum hat mit seinen Wurzeln ein Loch hinterlassen, als er umgefallen ist, sondern dort wurde früher oberflächlich Eisen abgebaut und dann im Morsbachtal in einer „Hütte“ ausgeschmolzen.

-> die Hohlwege sind nicht etwas durch einen Bach in den Boden gegraben worden, sondern sie sind durch schwer beladenen Lasttiere und stellenweise auch Fuhrwagen entstanden, die das Eisen ins Morsbachtal gebracht haben und dabei den Boden los getreten haben.

Auf unserem Weg durch den Wald haben die Schüler neben diesen spannenden Dingen aber noch viel mehr kennen gelernt: Warum verlieren die Laubbäume im Herbst ihre Blätter. Wie überstehen Ilex und Nadelbäume den Winter? Und vieles mehr.

Blick in die Baumkrone

Blick in die Baumkrone

Außerdem konnten sie sich mit Hilfe einer Spiegelkachel das Blätterdach angucken, Tiere im Becherglas sammeln und wir haben sogar einen Fuchsbau gesehen. Bei einem Spiel wurde der Hälfte der Kinder die Augen verbunden und ein Partner ohne Augenbinde sollte sie auf Umwegen zu einen Baum führen. Diesen haben die Kinder befühlt und mussten versuchen, ihn nachher wiederfinden. Die dritte Gruppe entdeckte sogar einen Feuersalamander und einen Bergmolch unter totem Holz.

Vertrauen!

Vertrauen!

Spannend, oder? Hast Du noch Fragen? Dann komm doch selber mal vorbei 🙂

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