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Archive for Januar 2015

… Das schreit um diese Jahreszeit wohl nach… -> Hecke schneiden!

Wie schön, wenn sich genau dann ein hilflos ausgelieferter Praktikant in die Natur-Schule wagt! Sören ist für drei Wochen bei uns und durfte sich mit uns direkt mit Heckenschere und Handschuhen bewaffnet auf die Weißdornhecke stürzen. Diese muss nämlich noch vor März gekürzt werden, denn dann fängt die Brutzeit an. Und  dann ist es bis September vorbei mit dem Heckenschneiden, damit keine Nester zerstört werden. Typische Heckenbrüter sind übrigens Amseln, Grünfink und Mönchsgrasmücke.

Doch bei Frost sollte man die Hecke auch nicht schneiden, da das die Pflanze schädigt. Schneidet man die Äste oberhalb der neuen Knospen ab, so hat man im Frühling schnell wieder eine grüne Hecke. Der Vorteil durch regelmäßiges Heckeschneiden liegt dadrin, dass die Hecker dichter wird, da mehrere Äste nachtreiben. Das übergebliebene Astmaterial der Brombeerranken, die zwischen der Hecke wachsen und eizelner Holundersträucher, konnten wir gleich für eine weitere Aktion zu schneiden. Am 14.02 werden sie nämlich für den Bau von Insektenhäusern wiederverwendet werden können.

von links nach rechts: Felix, Sören, Sophie

von links nach rechts: Felix, Sören, Sophie

Das große Heckenschneiden

Das große Heckenschneiden

 

 

 

 

 

 

 

Infos zu Weißdornhecken:

Weißdornhecken bieten einen gut geschützen Brutplatz für viele einheimische Vögel. Durch die Dornen sind sie optimal vor Fressfeinden geschützt. Gleichzeitig bietet der Weißdorn Nahrung und das nicht nur für die Vögel. Aus den Früchten lassen sich Gelee und Kompott zu breiten. Weißdorn kann 2-5m hoch werden und wächst jährlich etwa 20-40cm. Sein intensiver Geruch lockt vor allem Insekten an. Weißdorngehölze werden leicht von Bakterien angegriffen, die die Pflanze zerstören und schwarz verfärben. Es sieht aus wie verbrannt; daher der Name >Feuerbrand<. Feuerbrände müssen gemeldet werden.

Angeblich sollen Weißdorngehölze sehr pflegeleicht sein. Wir können sagen, dass Weißdorn wirklich sehr lange und sehr spitze Dornen hat und sich nicht besonders gut schneiden lässt.

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Seit ich hier in der Natur-Schule arbeite, verstehe ich auf jeden Fall das Sprichwort: >Die verhalten sich ja wie aufgescheuchte Hühner.<  Mir ist klar geworden, warum man Hühner als Vergleich für panisches, hektisches, lautes und unkontrolliertes Verhalten nimmt, denn zu mindestens bei unseren Hühnern der Rasse >Lakenfelder< gibt es immer wieder mal kleine Massenpaniken, aber auch unsere >Zwerg-Cochins< wirken immer ziemlich aufgeregt und picken alles an.

Eine Szene aus dem Stall der jungen Lakenfelder:

Man kommt langsam in den Hühnerstall und man hat das Gefühl, man hätte einen hungrigen Hund auf die Hühner losgelassen. Ein Huhn schreckt hoch, das nächststehende denkt >ohje, Panik Panik< flattert hecktisch durch den Hühnerstall, streift zwei weitere, die springen auf, eins Panikflug nach rechts, schreckt weitere auf, ein anderes Panikflug nach links voll vor den Zaun, wird noch hektischer und so hat der ganze Hühnerstall mitbekommen, das irgendwas los sein muss. Währenddessen sind die restlichen Hühner eher weniger elegant von den aufgebauten Stangen heruntergeflogen und haben dadurch wiederum die anderen Hühner hin und her gescheucht. Das alles wird untermalt von hektischem, lautem, aufgeschrecktem Schnattern, Krähen und  Kreischen. Der Hahn auf dem Balken neben einem schreit einem wichtigtuerisch ins Ohr. Herrlich! Das schaukelt sich hoch. Immer wieder wird eins von Aufregung gepackt und steckt alle anderen an. Aus den Nebenställen wird fleißig mitgeschnattert und auch die Hühner des Nachbarn geben ihr Gekrähe dazu.

Aber eigentlich haben sie ja recht, da sie einem gefährlichen Tier gegenüberstehen…

Kehrt nach kurzer Aufruhr wieder Ruhe ein, merkt man aber auch wie intelligent Hühner sind. Mit Hilfe von vielen verschiedenen Lauten können sie untereinander kommunizieren. Die Hühner stoßen ganz unterschiedliche Laute aus, wenn sie ein Ei gelegt haben und zeigen wollen, wie stolz sie sind, oder Paniktriller bei Gefahr, die sie über Vibrationsorgane an den Beinen wahrnehmen können, oder leises Schnattern, wenn sie zufrieden sind, bis hin zu Machtgekrähe der Hähne und vieles mehr. Zudem erkennen sich die Henne und ihre Küken am Gackern wieder und können über einige Entfernung hinweg kommunizieren sich wieder finden, wenn sie sich verloren haben.

Durch eine Rangordnung ist festgelegt, wer den besten Schlafplatz bekommt und als erstes fressen darf. Die „Hackordnung“ heißt allerdings so, weil sie durch z.T. unschöne Aggressionen „ausgehandelt“ wird. Außerdem können sich einzelne Hühnerindividuen wiedererkennen in einer großen Gruppe. Ihre Fähigkeiten sind ungefähr auf dem Niveau von Hunden und Katzen, d.h. es entspricht der kognitiven Leistungsfähigkeit eines Kleinkindes.

Widerlegen kann ich allerdings das Sprichwort >Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn<, denn unsere Hühner wissen genau, was sie lieber essen wollen und was sie liegen lassen, in der Hoffnung es komme bald frisches Futter, aus dem man sich das Beste heraus suchen kann. Total der Renner sind Sonnenblumenkerne.
Außerdem haben Hühner wie vermutlich alle Vögel einen schlecht ausgeprägten Geruchs- und Geschmackssinn, sodass sie ihr Futter mit den Augen wählen, auch wenn es so aussieht als würden sie einfach wild auf dem Boden herumpicken und nur zufällig Körner finden.

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Eine Aufgabe der FÖJler ist es, die Pressemitteilungen zu bearbeiten. D.h. alle Berichte, in denen die Natur-Schule erwähnt wird, werden gesammelt. Das können Zeitungsartikel, ausgedruckte Berichte aus online-Medien, Fernsehbeiträge oder Terminmeldungen sein. Alle Erwähnungen werden chronologisch geordnet, nach Themen zusammengefasst und natürlich mit Datum und Quelle versehen.

Beim Bearbeiten der Presseunterlagen

Beim Bearbeiten der Presseunterlagen

Im letzten Jahr gab es nicht weniger als 900 Presseerwähnungen, was recht viel für eine so kleine Einrichtung ist. Regelmäßig berichten die Zeitungen über Veranstaltungen in der Natur-Schule, wie den zweiwöchentlichen NaturTreff am Nachmittag, Pilzwanderungen, Familienaktionen am Wochenende, das Ferienprogramm und vieles mehr. Besonderes Interesse weckt immer die Brutaktion zwischen April und Mai. Das ist auch die Zeit, in der die meisten Besucher kommen. Da sie alle die kleinen Küken sehen wollen.

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