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Archive for September 2014

Am Mittwoch waren wir mal nicht in der Natur-Schule anzutreffen, sondern in der Volkshochschule in Remscheid. Und zwar mit einer 5ten und zwei 6ten Klassen der Nelson-Mandela-Schule,  Sekundarschule Remscheid, zum Thema „Bodentiere“  sowie Nutzen und Entstehung von Boden.

Die Theorie vorweg

Die Theorie vorweg

Der anfängliche theoretische Teil handelte von Entstehung und Funktionen des Bodens und von dessen Bewohnern, die in Großgruppen geordnet wurden. (6 Beine = Insekten, 8 Beine = Spinnentiere, über 8 = Krebstiere, Hundertfüßler, Tausendfüßler).

Dann konnten die Kinder im Praxisteil über eine Videolupe, die an einen Laptop angeschlossen war, auf einer grossen Leinwand viele verschiedene Tiere beobachten, die Herr Liesendahl in einem Eimer voll Erde mitgebracht hatte.

 

Aktive Teilnahme der Schüler

Aktive Teilnahme der Schüler

Von der Vielfalt der winzigen Erdbewohner waren die Kinder sehr überrascht, aber auch sehr interessiert, und so stellten sie viele Fragen. Zwischendurch konnte, wer wollte, eine Schnirkelschnecke auf die Hand nehmen.

Als die Stunde dann vorüber war, waren viele Kinder sehr erstaunt, wie schnell die Zeit doch rum gegangen war und wollten noch gar nicht gehen.

(Am Ende hatten wir rund 70 TeilnehmerInnen in drei Stunden. Wenn das mal kein gelungener Tag war.)

 

Übrigens hat die Nelson-Mandela-Schule Remscheid auf ihrer eigenen Homepage auch über diese Aktion berichtet:

http://www.sekundarschule-remscheid.de/index.php/neulich-im-unterricht/162-neulichinnw201409

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… und auch im Garten der Naturschule finden sich zahlreiche Netze der Gartenkreuzspinnen zwischen Bäumen und Sträuchern oder aber wie dieses Exemplar einer richtig schönen und großen weiblichen Kreuzspinne am Fenster der Umweltwerkstatt.IMG_0160

 

Die Kreuzspinnen sind gut an ihrer Musterung am Hinterleib zu erkennen, der sie natürlich auch ihren Namen verdanken. Zu beobachten sind sie im Hochsommer bis jetzt im September. Sie sitzen meist in der Mitte ihres kunstvollen Radnetzes und warten darauf, dass ihnen ihre Beute sprichwörtlich ins Netz geht. Dabei sind sie über einen Faden mit dem Netz verbunden und spüren auf diese Weise, wenn sich beispielsweise eine Biene oder ein Schmetterlinge im Netz verfängt.

Ist ihr Beute ins Netz gegangen, dann betäubt die Spinne diese mit Gift und gibt einen Verdauungssaft in das Beutetier, worauf sich das Insekt innerlich so auflöst, dass die Spinne es aussaugen kann.

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Ja, das war wohl das Motto heute als eine 8. Klasse der Sophie-Scholl-Gesamtschule aus Remscheid zu einem LandArt-Tag in die Natur-Schule kam.
Denn wenn man aus Ästen, Gras, Eicheln, Blättern, Steinen und vielem mehr, was man in der Natur so findet, im Wald Kunstwerke baut, dann scheint das so mancher nicht immer gleich als solche zu erkennen und läuft, wenn er nicht aufpasst, mitten durch. So war es nämlich heute, denn neben riesigen Hütten, die gebaut worden waren, gab es auch ganz kleine Kunstwerke, bei denen es auf das Detail und das Talent ankam, die richtigen Naturmaterialien zu verwenden.

Blumen u.a. aus Ahornfrüchten, Stielen vom Adlerfarn

Blumen u.a. aus Ahornfrüchten, Stielen vom Adlerfarn

Wie beispielsweise bei dieser Blume, gestaltet aus Früchten zweier Ahornarten, Stielen von Adlerfarn und Eichelhütchen, von einer der Lehrerinnen, die auch begeistert die Natur in Szene setzten.

Viele Schüler schlossen sich in Gruppen zusammen, um gemeinsam etwas zu bauen. Und oft wurde erst einmal Material gesammelt, ohne sofort zu wissen, was sie später daraus machen wollten. Nach einiger Zeit kamen dann aber Ideen, nachdem der Wald und die Wiese erkundet worden waren und die Schüler gesehen hatten, was es alles gibt. Oft war es auch einfach eine bestimmte Stelle im Wald, die die Schüler inspirierte, wie zum Beispiel ein Baumstumpf, der mit Blättern, Gras, Ästen und Früchten dekoriert wurde. Und so entwickelten sich durch Ausprobieren ganz verschiedene Kunstwerke.

Früchte des Waldes

Früchte des Waldes

Aber es gab auch Schüler, die schon ganz genaue Vorstellungen hatten und Ideen mitgebracht haben. So baute eine Gruppe ein Dorf. Dort gab es Steine, die Häuser darstellen, ein Stadttor, ebenfalls aus Steinen, und eine Stadtmauer aus Eicheln. Außerdem wurden die Dächer mit Gras gedeckt.

Ein Dorf entsteht

Ein Dorf entsteht

Beliebt war das Bauen einer Hütte, eine Herausforderung, der sich gleich vier Gruppen stellten. An Bäume angelehnt und somit perfekt in die Natur eingebunden, wurden trotzdem vier ganz verschiedene Hütten gebaut.

 

 

Behagliche Hütte mit Sitzplatz und Feuerstelle

Behagliche Hütte mit Sitzplatz und Feuerstelle

LandArt: Vergängliche Kunst mit Fotos dokumentieren

LandArt: Vergängliche Kunst mit Fotos dokumentieren

Nach drei Stunden fleißiger und kreativer Arbeit, wurde eine Vernissage veranstaltet und jeder konnte die Kunstwerke der anderen bestaunen.

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Zaun lasierenAlle paar Jahre müssen Holzkonstruktionen wie Zäune (siehe Foto), Gartenlauben, Klettergerüste oder ähnliches, die draußen Wind und Wetter ausgesetzt sind, lasiert werden, um sie vor dem frühzeitigen Verfall zu schützen.
Das haben auch Lisa und ich die letzte Woche über mit dem Zaun um den Garten herum getan. Unterstützt wurden wir dabei von Lisas Hündin Anu.

 

Nagespuren von Wespen am Gartenzaun

Nagespuren von Wespen am Gartenzaun

 

 

Viele verschiedene Faktoren führen dazu, dass Holz morsch wird, vergraut und zerfällt.
Zu den nicht biologischen („abiotischen“) Faktoren gehören zum Beispiel UV-Strahlung und Feuchtigkeit. Durch die Sonne wird das Holz grau und morsch, wodurch Feuchtigkeit durch Regen oder Tau besser eindringen kann und das Holz zunehmend zerfällt.
Auf der anderen Seite gibt es dann noch die biotischen Faktoren, die das Holz schädigen. So fallen Pilze das Holz an und lassen es faulen. Zudem nagen Wespen gerne an Zäunen und beschaffen sich so Material für den Nestbau.

Damit uns der Zaun noch etwas länger erhalten bleibt, haben wir bei gutem Wetter den Zaun mit Holzlasur bestrichen. So konnte die Beschichtung gut einziehen und trocknen und wurde nicht mit dem nächsten Regen runtergespült. Jetzt hat der Zaun wieder eine schöne dunkelbraune Farbe und wird gut den Winter überstehen.

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Am Mittwoch gab es für die Schülerinnen und Schüler der 7b des Röntgen-Gymnasiums viel zu sehen, zu fühlen, zu erfahren und zu lernen über das Ökosystem Wald und einige trauten sich sogar ans Schmecken ran.

Zunächst die Theorie

Zunächst die Theorie

Das Ökosystem Wald kennen lernen

Das Ökosystem Wald kennen lernen

Als erstes gab es im Klassenraum eine theoretische Vorbereitung von Frau Barzen, Biologin hier in der Natur-Schule, bevor das Gelernte nachher im Wald gebraucht wurde.
Gestartet wurde mit der Frage > Welche Bäume, Sträucher, giftige Sträucher und krautige Pflanzen kennt ihr? < und die SchülerInnen zählten zahlreiche Pflanzen auf. Dieses Vorwissen, das noch ergänzt wurde, war wichtig später im Wald.
Danach wurden die Pflanzen den verschiedenen Schichten zu geordnet. Es gibt einmal die Baumschicht, welche die Kronschicht und den Stamm einschließt, dann die Strauchschicht, da drunter die Krautschicht und im Boden die Wurzeln. Jede Schicht und die darin lebenden Organismen, haben eine besondere Bedeutung, damit das Ökosystem Wald funktioniert:

  • Baumschicht: Sauerstoffproduktion, Fotosynthese
  • Baumpilze: verarbeiten abgestorbenes Holz und wandeln es so in Mineralien für andere Pflanzen um
  • Sträucher und Krautschicht: Nahrung für Tiere
  • Pilze: helfen den Bäumen Wasser und Mineralien aufzunehmen und die Pilze erhalten so Zucker, da sie selber keine Fotosynthese betreiben können
  • Moos: Wasserspeicher, Lebensraum
  • Waldboden: Lebensraum; auf einem Quadratmeter Waldboden leben so viele Lebewesen wie Menschen auf der Erde
  • Regenwürmer: lockern den Boden und scheiden nähstoffreiche Erde aus

Nach dem Theorieteil gab es dann wieder etwas für die Sinne. Frau Barzen reichte verschiedene Schädel und die Abwurfstange eines Rothirsches herum. Außerdem lagen Tierfelle aus und andere präparierte Tiere, die „gestreichelt“ werden durften.

Und dann ging es endlich in den Wald: Auf dem Weg wurde immer wieder Halt gemacht und es gab viel zu sehen, z.B. merkwürdige Punkte auf den Blättern (dabei handelte es sich um Pflanzengallen).

Die Mutprobe: Frau Barzen überraschte die SchülerInnen noch mit einer Mutprobe. Sie zupfte eine Brennnessel ab und fragte die Kinder, wer sich traue eine Brennnessel zu essen. Nicht wenige wollten sich beweisen und Frau Barzen erklärte, dass man einfach die Brennhaare abknicken müsse, indem man die Finger über die Blätter entlang der Wuchsrichtung der Brennhaare streicht. Dadurch kann die Brennflüssigkeit nicht mehr in die Haut, sondern nur noch auf die Haut gelangen und dies reicht nicht mehr aus, um die Haut zu verbrennen.

Im Wald angekommen ging es in die Aktivphase:

Die SchülerInnen wurden in fünf Gruppen geteilt und diese auf verschiedene Bereiche (Lichtung, Waldinneres, Waldsaum, Pfad) im Wald verteilt. Auf zwei Arbeitsblättern sollten sie Tiere und Pflanzen eintragen, die sie in ihrem Bereich gefunden hatten und sie den jeweiligen Schichten zuordnen, die die Kinder ja zu vor kennen gelernt hatten. Außerdem wurde kleine Tiere in Becherlupengläsern gesammelt und natürlich die Pflanzen, so dass das Schichtenmodell des Waldes auch nochmal sichtbar wurde.

Gefundene Tiere und Pflanzen müssen bestimmt werden

Gefundene Tiere und Pflanzen müssen bestimmt werden

Am Ende stellte jede Gruppe ihre Ergebnisse vor und da wurden die Unterschiede deutlich: So gibt es mitten im Wald fast keine Strauch- und Krautschicht, da das Blätterdach dort so dicht ist, dass zu den unteren Schichten nicht genug Regen und Sonne hindurch dringt.

Die Funde müssen den Schichten des Waldes zugeordnet werden

Die Funde müssen den Schichten des Waldes zugeordnet werden

Auf der Lichtung gibt es dagegen keine Bäume, dafür aber viele Krautpflanzen und Blumen und am Waldessaum konnte man am besten diesen Unterschied erkennen zwischen dem Einfluss, durch viel Wasser und viel Licht und wenig Licht und wenig Wasser.

Wenn man während des Lesens richtig mitgezählt hat, ist man nur auf drei Sinne gekommen; Riech– und Hörsinn fehlen, doch unterbewusst konnten die auch viel erleben im Wald.

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Der Sparkassen Artenschutztag

Am Mittwoch, dem 03.09.14, hatten wir 36 Auszubildende der Stadtsparkasse Remscheid da, die uns bei verschiedenen, wichtigen Projekten in unserem Naturschulgarten unterstützen wollten. Diese haben sich in verschiedenen Gruppen zusammen gefunden, um an unterschiedlichen Bereichen im Garten zu arbeiten. Dabei wurden sie von einem Kamerateam der Sparkasse begleitet.

Bau der Spatzenreihenhäuser:

Eine Gruppe beschäftigte sich mit dem Bau von Spatzenreihenhäusern, da am Nachbarhaus der Natur-Schule Grund das Dach erneuert wurde und so einige Spatzenfamilien ihr Heim verloren haben. Durch die neue Wärmedämmung wird es den Spatzen im Frühjahr nicht mehr möglich sein, dort ihr Nester zu bauen und ihre Jungen aufzuziehen.

Mit Unterstützung von Schreiner Axel Schmidt wurden Holzplatten passend gesägt und jene so zusammen geleimt und geschraubt, dass nun je drei Spatzenfamilien pro Konstrukt Platz finden, denn Haussperlinge sind Koloniebrüter.

Azubis Ausmessen

Azubis Spatzen-Reihenhaus

 

 

 

 

 

 

Arbeiten an dem Insektenhotel:

Neben der Gruppe, die für die Spatzenreihenhäuser zuständig warAzubis Wildbienenhotel, arbeitete noch eine Gruppe in der Werkstatt am Insektenhotel.

Einige Fächer des Insektenhotels waren noch leer und sollen mit unterschiedlichen Naturmaterialien befüllt werden, damit sich dort viele Bienen, Wespen und andere Insekten wohlfühlen.
Für zwei dreieckige Felder wurden Rundhölzer zurechtgesägt und mit unterschiedlich dicken Bohrern ganz oft angebohrt. Leider hat das ganze sehr lange gedauert, so dass wir nicht fertig geworden sind.

 

Die Rundhölzer müssen demnächst noch festgeschraubt  werden.

Arbeiten an der Hecke und den Brombersträuchern:

Eine weitere Gruppe half im Garten und schnitt die Hecke zurück, damit das Insektenhotel auch weiterhin ausreichend Platz hat.
Während dessen war die „Brombeergruppe“ dabei, die stacheligen Zweige aus der Hecke zu schneiden, sodass man alle Wege wieder gut begehen kann. Gleichzeitig haben sie so neues Material für das Insekenhotel gesamelt, denn in  Brombeerstängeln gibt es einen mit Mark gefüllten Hohlraum, den die Bienen und Wespen öffnen und in dem sie Brutkammern anlegen können.

Azubis Hecke schneiden 1

Azubis Hecke schneiden

 

 

 

 

 

Selbstgemachter Quark:

Die letzte Gruppe, die nur aus Mädels bestand, hat sich zur Aufgabe gemacht, für das anstehende Grillen selbstgemachte Quarks herzustellen. Dazu haben sie Joghurt, Quark und Schmand zusammen verrührt und waren anschließend zusammen mit dem Leiter der Naturschule, Herrn Liesendahl, auf Kräutersuche im hauseigenen Garten.

Blütenquark mit Borretsch, Taubnessel, Kapuzinerkresse und Gänseblümchen

Blütenquark mit Borretsch, Taubnessel, Kapuzinerkresse und Gänseblümchen

Nach getaner Arbeit wartete auf die hungrigen Arbeiter schon der Grill. Zum Gück war das Wetter so gut, dass wir alle zusammen draussen sitzen konnten. Neben Folienkartoffeln und Fleisch gab es natürlich auch die selbstgemachten Kräuterquarks.

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