Diese Woche half ich an einem Vormittag bei der Veranstaltung “Vom Korn zum Brot” für eine Kindergartengruppe mit 24 Kindern.
Zunächst sollten die Kinder überlegen, was man alles aus Mehl machen kann, bis sie schließlich auf Brötchen kamen, die gemeinsam gebacken werden sollten.
Die Kinder bekamen ein paar Weizenkörner zum Probieren und stellten fest, dass diese zum pur essen oder für in ein Brötchen zu hart waren. Also erklärte Frau Barzen, die die Veranstaltung leitete, dass die Weizenkörner zunächst noch klein gemacht werden müssen. Per Hand ist dies mit einem Mörser oder einer Kaffeemühle möglich. Allerdings ist dies sehr anstrengend und dauert lange, bis man die gewünschte Menge zerquetscht oder gemahlen hat, die man zum Backen benötigt.
Deshalb durften die Kinder gruppenweise ihre Körner mit einer elektrischen Mühle mahlen. Währenddessen ging ich mit der Kaffeemühle herum und ließ die Kinder testen, wie schwer es ist, Mehl mit eigener Kraft zu mahlen.
Bereits fertiges Weizenmehl und das selbst gemahlen Vollkornweizenmehl wurden vermischt, in eine Mulde im Mehl Hefe zerbröckelt und diese mit Buttermilch aufgelöst. Die Kinder waren stets begeistert, mit den Händen etwas machen zu können, sodass sich immer schnell ein Kind fand, das beim Backen den nächsten Schritt machen wollte.
Nachdem der Teig zugedeckt etwas auf der warmen Heizung gegangen war, wurde die restliche Buttermilch, Salz und Zucker hinzu gegeben und der Teig kräftig durchgeknetet und zu einer Kugel geformt.
Nach einer weiteren Weile, in der der Teig aufgehen konnte, konnten endlich die Brötchen geformt werden. Für mich war dabei amüsant zu sehen, wie unterschiedlich groß die Brötchen bei den einzelnen Kindern wurden.
Die Brötchen kamen auf Backbleche, welche mit Backpapier ausgelegt waren, und mussten zum Schluss noch leicht eingeschnitten und mit Wasser bepinselt werden. Die Kinder an dem Tisch, den ich zu dieser Zeit betreut habe, wollten alle die Brötchen nicht einschneiden, aber gleichzeitig den Pinsel haben – da war wieder einmal Diplomatie angesagt!
Zwischendurch, wenn der Teig gehen musste oder die Brötchen im Ofen waren, gingen wir mit den Kindern raus und sammelten Löwenzahn für die Hühner und Kaninchen. Ich fand es sehr schön, den Kindern dabei zuzuschauen. Einmal nahm mich ein Junge an die Hand und ließ mich erst wieder los, als ich ihm seine Fragen zufriedenstellend beantwortet hatte. Das war eine sehr schöne Begegnung am Rande der Veranstaltung.
Leider gerieten wir zum Schluss etwas unter Zeitdruck, so dass die leckeren Brötchen in Eile genossen werden mussten.
Für die Kinder und deren Eltern packten wir für zu Hause jeweils zwei Brötchen und ein Brötchenrezept in eine Tüte und gaben ihnen das beim Abschied mit.
Anschließend gab es noch viel aufzuräumen und zu spülen.
Der Vormittag war eine gute Abwechslung zu den anderen Tätigkeiten.
